Beilstein

Die Burgruine Beilstein bietet dem Besucher einen interessanten Einblick in salisch-staufische Burgbaukunst, vor allem in deren ausgeklügeltes Wehrsystem.  | Foto: Heinz Straeter © GDKE
Die Burgruine Beilstein bietet dem Besucher einen interessanten Einblick in salisch-staufische Burgbaukunst, vor allem in deren ausgeklügeltes Wehrsystem.

Als Teil des Befestigungsringes um die Pfalz Kaiserslautern herum (siehe auch Alt-Wolfstein, Frankenstein, Nannstein, Perleburg, u.a.) wurde die kleine salisch-staufische Burg entweder nach 1115/20 von Herzog Friedrich II. von Schwaben oder um 1152 unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa erbaut.

Ihren Namen erhielt die zum Typus Felsenburg gehörende Anlage von den Herren Bylenstein, die im Zusammenhang mit dieser Burg eine urkundliche Erwähnung von 1184 bis 1464 erfuhren. 1234 wurde Burg Beilstein von den Rittern Meribodo von Bilenstein sowie Gottfried und Emericho von Randeck zerstört. Kurz nach ihrem Wiederaufbau zerstörte sie der Ritter Wilhelm von Lützelstein 1455 ein zweites Mal. Danach wurde sie aufgegeben und verfiel.

Ab 1655 gehörte die Ruine Beilstein zur Kurpfalz, bevor sie 1945 über Bayern (seit 1816) an das Land Rheinland-Pfalz übergeben wurde. Eine erste archäologische Untersuchung fand in den Jahren von 1957 bis 1960 statt und brachte ausgegrabene Mauerreste zum Vorschein, die wiederum das System dieser kleinen Burg verdeutlichen. Eine umfassende Restaurierung schloss sich in den Jahren 1976 bis 1978 an.

Die Burgruinen Beilstein präsentiert sich heute als eine Anlage, die ursprünglich auf zwei Felsen angelegt und durch einen 5 m breiten Halsgraben getrennt war. Wie damals verbindet heute eine Brücke neueren Datums die beiden Burgteile. Während sich auf dem östlichen Felsen die kleinere Vorburg befand, von der noch wenige Reste vorhanden sind, thronte auf dem westlichen Felsen die Hauptburg. Sie wurde von einer Ringmauer umgeben, die von zwei Portalen unterteilt wurde. In ihrer Mitte erhob sich der einst mächtige fünfeckige Bergfried auf einem Felsen, von dem heute nur noch wenige Buckelquader sowie der Sandsteinsockel zeugen. Der Innenhof der Burg muss aufgrund angrenzender Wohn- und Wirtschaftsgebäude sehr eng gewesen sein. Allerdings sind heute keinerlei Reste der Wohngebäude mehr zu sehen.


Quelle

Staatliche Burgen, Schlösser und Altertümer in Rheinland-Pfalz. Hrsg. von Landesamt für Denkmalpflege, Burgen, Schlösser, Altertümer Rheinland-Pfalz. Koblenz 2003 (Heft 7). S.28 f.

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