Ruine Steinenschloss

Auf einer Bergnase, hoch über dem Zusammenfluss von Rodalbe und Schwarzbach, in der Nähe der Gemeinde Thaleischweiler-Fröschen (Kreis Südwestpfalz), thronen die Überreste des Steinenschlosses.
Auf einer Bergnase, hoch über dem Zusammenfluss von Rodalbe und Schwarzbach, in der Nähe der Gemeinde Thaleischweiler-Fröschen (Kreis Südwestpfalz), thronen die Überreste des Steinenschlosses.

Bis 1968 fand man an dieser Stelle nur ein großes Schuttgelände vor, bevor der Historische Verein der Pfalz unter Aufsicht der Abteilung Archäologische Denkmalpflege des Amtes Speyer und des Landesamtes für Denkmalpflege die Steine untersuchte und sortierte.

Ein 1973 gegründeter Burgenverein begann den Wiederaufbau der Ruine des Steinenschlosses. Dabei wurde der Stumpf des mächtigen Bergfriedes, die Ringmauer und die Toranlage zur Vorburg rekonstruiert. Bei der Palasruine an der Ostseite der Burganlage handelt es sich um eine Freilegung. Sie stammt zusammen mit der Abortanlage und der rekonstruierten Ringmauer aus salischer Zeit.

Der Durchmesser von 8,50 m lässt die Vermutung zu, dass es sich bei dem 1989/90 rekonstruierten Bergfried um einen Wohnturm gehandelt haben könnte. Er zählt zu den größten rheinland-pfälzischen Wehrtürmen der Stauferzeit. Südlich des Bergfrieds findet man eine Zisterne vor, bevor man auf die Reste der Vorburg stößt.


Quelle

Staatliche Burgen, Schlösser und Altertümer in Rheinland-Pfalz. Hrsg. von Landesamt für Denkmalpflege, Burgen, Schlösser, Altertümer Rheinland-Pfalz. Koblenz 2003 (Heft 7). S. 166 f.

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BSA