Burgruine Guttenberg

Die Burgruine Guttenberg liegt auf einem 500 m hohen bewaldeten Bergkegel, mitten im Mundatwald, nahe der Gemeinde Dörrenbach im Kreis Südliche Weinstraße.
Die Burgruine Guttenberg liegt auf einem 500 m hohen bewaldeten Bergkegel, mitten im Mundatwald, nahe der Gemeinde Dörrenbach im Kreis Südliche Weinstraße.

Ursprünglich zum Wehrsystem der Hohenstaufer zwischen Kaiserslautern und Weißenburg/Elsass gehörend, wurde die 1150 erstmals erwähnte Burg Guttenberg Anfang des 14. Jh. an die Herren von Leiningen verpfändet, die ihren Stammsitz auf der Hardenburg hatten. Ab 1379 war sie dann gemeinsamer Besitz der Leininger und der Kurpfalz. Als Guttenberg während der Bauernkriege 1525 niedergebrannt wurde, zählte sie nicht mehr zum Eigentum der Leininger.

Vielmehr teilten sich die Kurpfalz und das Herzogtum Zweibrücken seit 1463 die Burg. An einen Wiederaufbau wurde zu keiner Zeit gedacht, denn der Amtssitz Guttenberg wurde zunächst nach Dörrenbach und dann nach Minfeld verlegt. Fortan wechselte die dem weiteren Verfall preisgegebene Ruine mehrere Besitzer, um schließlich über Pfalz-Zweibrücken, Bayern und Frankreich 1986 in rheinland-pfälzischen Besitz zu gelangen. Ab 1990 zur Schlösserverwaltung gehörend, wurde zusammen mit dem „Kuratorium zur Erhaltung des Mundatwaldes“ eine Sicherung der Überreste der Burg Guttenberg in den Jahren 1991 bis 1994 vorgenommen.

Besucher sehen heute den lang gestreckten, etwa 20 m hohen Sandsteinfelsen, auf dem die romanische Oberburg einst thronte. Von ihr sind nur noch Reste des rechteckigen staufischen Bergfrieds übrig, der zu seinen Hochzeiten mit Buckelquadern verkleidet war. An der westlichen Längsseite des Sandsteinfelsens befand sich die Unterburg, von der noch Mauerreste des Zwingers und einzelner Gebäude zu sehen sind. Die Balkenlöcher am Felsen der Oberburg verweisen auf einen zweigeschossigen Wohnbau.


Quelle

Staatliche Burgen, Schlösser und Altertümer in Rheinland-Pfalz. Hrsg. von Landesamt für Denkmalpflege, Burgen, Schlösser, Altertümer Rheinland-Pfalz. Koblenz 2003 (Heft 7). S. 76 f.

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BSA