07.09.2015

Nero – Ein Kaiser begeistert im Tourismus

Während in Trier selbst von der nahenden Großausstellung noch nicht viel zu bemerken ist, stellen sich hinter den Kulissen die ersten Erfolge ein. Das Rheinische Landesmuseum Trier, das Museum am Dom und das Stadtmuseum Simeonstift können bereits circa 8 Monate vor Beginn der Ausstellung „Nero – Kaiser, Künstler und Tyrann“ die ersten 100 Buchungen von Gruppen verzeichnen.
www.nero-ausstellung.de

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Illustration aus dem Rosenroman für François I, Nero betrachtet die Leiche seiner Mutter Agrippina, 1519, © Faksimile der Handschrift New York, Pierpont Morgan Library & Museum, MS M.948, Akademische Druck- u. Verlagsanstalt, Graz 1993, fol. 63r.

Illustration aus dem Rosenroman für François I, Nero betrachtet die Leiche seiner Mutter Agrippina, 1519, © Faksimile der Handschrift New York, Pierpont Morgan Library & Museum, MS M.948, Akademische Druck- u. Verlagsanstalt, Graz 1993, fol. 63r.

Meist sind es Reiseveranstalter, die ihre Termine für die Besichtigung der Nero-Ausstellung 2016 fest gebucht haben.

Schon seit dem Jahr 2014 wird das Projekt „Nero“ auf den großen Reisemessen beworben. Auch diverse Informationsveranstaltungen in Trier wurden durchgeführt, um auf die Ausstellung aufmerksam zu machen. Die positive Resonanz zeigt, dass großes Interesse an dem Thema besteht. Die Geschichten, die sich um den berühmten römischen Kaiser ranken, sind vielen heute noch präsent. Insbesondere das Stereotyp des Brandstifters, Christenverfolgers und Muttermörders wird mit dem Imperator verbunden.

Die Ausstellung möchte jedoch diese Klischees hinterfragen und ein differenziertes Portrait zeichnen. So ist sich die Forschung mittlerweile einig: Nero war überhaupt nicht in Rom, als der Brand 64 n. Chr. ausbrach und hat sogar vorbildlich die Löschmaßnahmen unterstützt. Als ein besonderes Highlight werden im Rheinischen Landesmuseum Trier originale Fundstücke aus der Brandschicht von 64 n. Chr. aus Rom zu sehen sein. Auch die Christenverfolgungen unter dem römischen Kaiser werden durch das Museum am Dom beleuchtet. Weshalb sich ausgerechnet die Christen als Sündenböcke für den Brand eigneten und warum sich diese junge Kultgemeinde nicht in das römische Religionsgefüge integrieren konnte untersucht die dortige Ausstellung. Das Stadtmuseum Simeonstift beleuchtet die vielfältigen Bildtraditionen in der Kunst und widmet sich unter anderem Nero und seinen Frauen. Die schwierige Beziehung zu seiner Mutter Agrippina und die Bildrezeption des Muttermordes zeigen eindrücklich, wie sich über Jahrhunderte die Klischeebilder von Kaiser Nero verfestigt haben.


Unter dem Titel „Nero – Kaiser, Künstler und Tyrann“ wird vom 14. Mai bis zum 16. Oktober 2016 eine Ausstellung an drei Standorten in Trier gezeigt. Das Rheinische Landesmuseum, das Museum am Dom und das Stadtmuseum Simeonstift widmen sich den verschiedenen Facetten des berühmten römischen Kaisers. Die faszinierende Persönlichkeit Neros, die hochrangigen Exponate der Trierer Museen sowie die Leihgaben von national und international bedeutenden Museen versprechen eine Ausstellung, die weit über die Landesgrenzen hinaus auf großes Interesse stoßen wird.
Weitere Informationen unter: www.nero-ausstellung.de 



BSA